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EIN ZAUBERORT IM FREUDENTHAL

EIN ZAUBERORT IM FREUDENTHAL

  In der Zeit, wo unsere Welt durch Könige regiert wurde, begann eine kuriose Geschichte einer Leidenschaft, auf die die Geschichte des Hofes Oliva (Dwór Oliwski) zurückgeht. Die Legende von diesem Ort beginnt mit den Worten „Es war einmal…”.

Eines sonnigen Tages begab sich der Herzog von Pommern namens Sobiesław I. (auch Subisław genannt), mitsamt seinem ganzen Gefolge auf eine Hirschjagd. Als die Spur von den Hunden erschnüffelt wurde, hat sich der Herzog von seinem Gefolge entfernt und wurde plötzlich durch ein Wildschwein angegriffen. Der schwer verletzte Sobiesław (Subisław) wurde von einem Einsiedler aufgefunden. Der Eremit, in der Weite des Waldes lebend, verband dem Verletzten die Wunden und nahm ihn in seine Einsiedelei auf. Im Schlaf hat Sobiesław (Subisław) von einer Lichtgestalt mit einem Olivenzweig in ihrer Hand geträumt. Nach dem Aufwachen beschloss der Herzog von Pommern, am Ort OLYVA genannt, der ihm durch die himmlische Gestalt gezeigt wurde, ein Kloster (den heutigen Dom zu Oliva) errichten zu lassen. Im Jahre 1178 wurden den Feldern im Besitz vom Zisterzienserkloster wertvolle Privilegien gewährt, die den Mönchen ermöglichten, Einnahmen von Fischerei und von 23 Mühlen an der Oliva zu beziehen.

Im Freudenthal liegt ebenfalls der Schwabental, wo der Jesuitengarten lokalisiert ist, in dessen Gebiet heute das Hotel Dwór Oliwski steht.

    Im Jahre 1601 wurden einem Beamten namens Jakob Schwabe, auf dessen Name der Tal zurückgeht, besondere Privilegien gewährt, die ihm den Kauf des Anwesens, samt dem bezaubernden Höfchen ermöglichten. So ist ein schlichter Beamter aus Danzig, zusammen mit seiner Ehefrau und seinen ganzen Lebenserwerb mit sich bringend, in diesen echt schönen Ort eingezogen.
Schwabes Ehegattin, eine ungewöhnlich schöne Frau, war wie eine romantische Liebhaberin, für ihren Bräutigam uneingeschränkt eingesetzt. Sie glaubte daran, dass Jakob die Liebe ihres Lebens wäre und beschloss gerade für ihn, ihr eigenes Leben ganz zu ändern, indem sie weit über die Stadt hinaus auszog. Die Verliebten verbrachten ihre Zeit mit täglichen, romantischen Spaziergängen in nahe liegenden Wäldern, mit geistlichen Gesprächen zur Nachtzeit auf der Brücke über dem Fluss (der heutige Weg auf den Innenhof des Hotels) und abends beim Kerzenlicht mit Trinken des Weines, vom ortsansässigen Müller erworben. Schwabe hat als Geschenk für seine Geliebte eine Weinstube einrichten lassen, die bis heute in den Kellergeschossen des Hotels Dwór Oliwski zu bewundern ist.

    Das Glück des Ehepaares vom Freudenthal setzte sich auch in eine beständige Entwicklung der dem Hof angehörigen Kupferschmiede um, die dem Beamten aus Danzig große finanzielle Vorteile brachte. Doch hat die Pracht, mit der sich Schwabe im malerischen Tal umgab, in ihm nicht nur das Verlangen nach seiner Geliebten, sondern auch Begierde nach Reichtum geweckt. Ein erträumtes Land hat auf das Ehepaar nachteilig ausgewirkt. Wenige Jahre später, im Jahr 1615 ereignete sich in der Stadtkasse eine Affäre angesichts der Finanzveruntreuungen, wegen derer Jakob Schwabe angeklagt wurde. Der Hof ist seitdem berüchtigt geworden, Schwabes Ehegattin zog aus, im seinem Herz ein leeres Loch hinterlassend. Schwabe alleine, hat sich vom Leiden wegen der verlorenen Liebe, das Leben genommen, indem er sich an der Tür seines Hauses erhängte.

    Manche sagen, Jakob Schwabe habe diesen Ort nie verlassen. Er soll immer angetroffen werden, auf einer Bank am Innenhof des Hotels sitzend, Pfeife rauchend und mit Freude die Umgebung anstarrend. Somit ist sein Geist einigermaßen zum Wächter des Ortes und der Leute, die sich hier aufhalten geworden.